Es kann nur noch besser werden …

STAR TREK: DEEP SPACE NINE – OFFENBARUNG 1

Meine Lieblings-Star Trek-Serie ist unbestreitbar „Deep Space Nine“. Deswegen habe ich auch der Veröffentlichung des ersten Bandes zum DS9 Relaunch entgegengefiebert. Eigentlich sollte das Buch schon im Oktober 2009 erscheinen, aber letztendlich ist es erst im November 2009 im Handel gewesen. Und nach der Leseprobe aus dem Buch „Tod im Winter“ war ich noch neugieriger auf das Buch, als sowieso schon. Nun endlich nenne ich das Buch mein Eigen und ich möchte es nicht mehr missen.

Originaltitel: Avatar 1
Übersetzer: aus dem Amerikanischen von Christian Humberg
Cover-Illustration: Cliff Nielsen
Verlag: Cross Cult
Format: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Abmessungen: 18 x 12 x 2,1 cm (H x B x T)
Kategorie: Science-Fiction
Seitenanzahl: 300
Erschienen: in Deutschland im November 2009, in den USA im Mai 2001
ISBN 10: 3941248510
ISBN 13: 9783941248519
Buchbindungspreis: 11,80 € (D), 13,20 € (A), 23 CHF (CH)

»S. D. (Stephani Danelle) Perry schreibt aus Leidenschaft und für Geld multimediale Romanumsetzungen im Fantasy / Science Fiction / Horror-Bereich. S.D. lebt in Portland/Oregon, zusammen mit ihrer großartigen Familie, und arbeitet in ihrer wenigen freien Zeit an einem Thriller.«

» DIE RÜCKKEHR ZUR LETZTEN GRENZE.
Der Krieg, der den Alphaquadranten an den Rand der Zerstörung brachte, ist gerade vorbei. Doch schon befindet sich die Raumstation Deep Space Nine – Brennpunkt für wissenschaftliche und militärische Intrigen – abermals im Herzen eines bevorstehenden Armageddons wieder. Ein überraschender Angriff trifft die Station hart und sorgt für Hunderte von Toten. Abermals ist der so junge Frieden bedroht.
Einzig die Überlebenden um Colonel Kira Nerys und einige streitbare neue Offiziere stehen einem möglichen neuen Krieg noch im Weg – sowie einem furchtbaren Schicksal, das dem ungeborenen Kind von Captain Benjamin Sisko droht.
Zur gleichen Zeit machen Captain Jean-Luc Picard und die Besatzung des Raumschiffs Enterprise eine erstaunliche Entdeckung, welche die Zukunft einer ganzen Zivilisation beeinträchtigen und die Leben aller Personen auf Deep Space Nine für immer verändern wird.
Ein mutiger Neuanfang für eine der faszinierendsten Star Trek-Sagas.«

Titelwahl

Avatar, zu Deutsch Offenbarung, kann alles und nichts bedeuten. In diesem Fall ist es die Offenbarung, dass nicht das gesamte Dominion den Frieden akzeptiert. Drei abtrünnige Jem’Hadar Angriffsjäger machen Jagd auf die Föderation. Und die Offenbarung, dass Bajor noch etwas sehr schlimmes bevorsteht. Etwas, was das ganze Weltbild einer Kultur ins Wanken bringt.

Cover

Das Cover gefällt mir total gut. Es hat etwas Mystisches und macht unheimlich Lust, das Buch zu lesen. Und wenn man auch den zweiten Band von „Offenbarung“ hat und die beiden Bände nebeneinander legt, ergibt es ein einheitliches Gesamtbild. Anhand des Hauptbildes von Kira Nerys und Jean-Luc Picard weiß man schon vor dem Lesen, dass diese Beiden einen entscheidenden Beitrag zur „Offenbarung“ leisten. Irgendwie vermisse ich das besondere Extra auf dem Cover. Nichts mit Reliefprägung wie bei TNG oder Titan. Daher kommt es also, dass das Buch einen Euro günstiger ist … Verstehe … Aber wenn mal alle kommenden Bände des DS9-Relaunch sammelt, ergibt es das Gesamtbild der neuen Crew. Bei „Offenbarung 1“ ist es schon mal die Orionerin Treir.

Qualität

Die Seiten sind fest und griffig. Bei den Heyne Büchern hatte man schon mal das Gefühl, dass die Seiten sehr dünn sind. Hier nicht. Das rechtfertigt auch in einem gewissen Grad den höheren Preis.

Schrift

Die Schriftart ist „Bookman Old Style“ und lässt sich wunderbar lesen. Pro Seite passen so 33 Zeilen auf das Papier. Gedankengänge der Akteure und indirekte Kommunikation durch z. B. Mikrofone sind kursiv gedruckt, wo vor allem das ‚S‘ verschnörkelt wird.

Unterteilung

Insgesamt hat das Buch nicht ganz 300 Seiten, auf denen sich die beiden Extras, zwanzig Kapitel, der Prolog und der Epilog aufteilen. Die Kapitel haben alle eine überschaubare Länge und lassen sich super lesen.

Schreibstil

S. D. Perry schreibt wahnsinnig gut. Bei jedem Wort fiebert man mit und kann sich voll und ganz in die Situation hinein versetzen. Die Autorin weiß, wovon sie schreibt und das merkt man.

Übersetzung

  • Moment mal? Ungewisse Dichtungen? Hä? Aber der Reihe nach … Sam Bowers sagt folgendes auf Seite 77: „Negativ. Torpedoschleusen drei, vier und sieben sind inaktiv, bei fünf und sechs sind die inneren Dichtungen ungewiss.“ Ah ja … Meint der Übersetzer nicht eigentlich undicht?
  • Wie kann man bitte ohne künstliche Schwerkraft gehen oder einen Raum betreten? Kann mir das bitte einer erklären? Das lässt nur einen Schluss zu: Entweder hat die Übersetzung geschlampt oder es ist ein Fehler in der Logik. Ich bin da für alles offen.

Verfilmbarkeit

Das Buch hat genau die richtige Menge an Spannung, Action, Romantik und Humor, wie ich es schon aus der Serie kenne und liebe.
Von daher würde „Offenbarung 1“ eine tolle Verfilmung bieten, die der Serie und dem Genre würdig wäre.

Fehler in der Handlung und der Logik

  • Mhm … Irgendwie schon seltsam … Da ist der Dominion-Krieg drei Monate vorbei und Starfleet schickt die USS Aldebaran zum Schutz die Deep Space Nine, da sich die Station nicht selber verteidigen kann, aufgrund der zahlreichen Wartungsarbeiten. Aber keine Sau kommt auf die Idee, auf der anderen Seite des Wurmloches einen Horchposten zu bauen. In der Serie gab es davon ein gutes Dutzend. Das wäre doch eine wesentlich bessere Sicherheits-Maßnahme, als das Wurmloch unbewacht zu lassen.
  • Wenn die künstliche Schwerkraft ausfällt, ist man bekanntermaßen schwerelos. So geschehen auf der Defiant auf Seite 99. Die Defiant hat keine Energie mehr, einzig und allein der Bildschirm funktioniert noch. Trotzdem wird auf den nachfolgenden Seite immer wieder von gehen, betreten, laufen usw. geschrieben. Wie soll das ohne Schwerkraft funktionieren? Also entweder ist das ein böser Logikfehler, oder der Übersetzer hat geschlampt.

Kira Nerys

Kira ist Bajoranerin und kämpfte lange für die Freiheit von Bajor. In der Serie war sie der Erste Offizier (XO) der Raumstation unter Captain Benjamin Sisko. Nach seinem Tod übernimmt sie das Kommando von Deep Space Nine.

Tiris Jast

Tiris ist Bolianerin und übernimmt im Rang eines Commanders den Posten des XO von Deep Space Nine. Sie kommt mit allen gut aus und sie ist gut in dem, was sie tut. Leider ist ihr kein langes Leben beschert.

Julian Bashir

Julian ist ein Mensch und der Chefarzt (CMO) von Deep Space Nine und er liebt seinen Job. Er ist genetisch verbessert, trotzdem oder gerade deswegen ist er einer der besten Ärzte der Sternenflotte. Er hat eine Beziehung mit Ezri Dax.

Ezri Dax

Ezri ist eine vereinigte Trill und der neunte Wirt des Dax-Symbionten. Sie ist die Counselor der Raumstation, wechselt aber im Verlauf des Relaunch in die Kommandoebene. Sie ist mit Julian liiert.

Ro Laren

Ro ist wie Kira eine Bajoranerin, allerdings hat sie ihre Starfleet-Karriere gründlich versiebt. Sie war beim Maquis und wurde dafür verurteilt. Sie ist jetzt auf Bestreben der bajoranischen Regierung der Sicherheitschef von DS9. Im Laufe des Relaunch geht sie eine Beziehung mit Quark ein. Ro macht grundsätzlich genau das Gegenteil von dem, was man von einem Bajoraner erwartet.

Thirishar ch’Thane

Shar ist ein Andorianer und der Wissenschaftsoffizier von Deep Space Nine. Seine Mutter ist ein hohes Tier in der Föderation. Er versteht sich gut mit allen an Bord, aber am besten mit Nog.

Quark

Quark ist ein Ferengi und besitzt auf DS9 eine Bar. Mit kleinen bis mittelschweren Gaunereien versucht er immer, seinen Profit zu erhöhen. Sein Bruder Rom ist der Große Nagus und sein Neffe Nog der Chefingenieur von DS9. Quark ist kein Kostverächter und schnell hat er einen Narren an Ro Laren gefressen.

Kasidy Yates

Kasidy ist Frachter-Captain und die Witwe von Benjamin Sisko. Sein Sohn Jake hatte sie miteinander bekannt gemacht. Im letzten Kriegsjahr haben Kasidy und Benjamin geheiratet und kurz darauf wurde Kasidy schwanger.

Jake Sisko

Jake ist Zivilist und der Sohn des Abgesandten. Er hat seine Mutter schon sehr früh an die Borg verloren und nun hat er schwer mit dem Tod seines geliebten Vaters zu kämpfen. Natürlich kann er auf seine Stiefmutter Kassidy bauen, mit der ihn sehr viel verbindet.

Nog

Nog ist ein junger Ferengi, der das technische Geschick seines Vaters geerbt hat. Deswegen ist er der Chefingenieur von DS9, auch wenn das keine leichte Aufgabe ist. Nog ist der erste Ferengi, der die Sternenflotten-Akademie besucht hat. Er hat im Dominion-Krieg tapfer gekämpft und dabei ein Bein verloren, was durch eine Prothese ersetzt wurde.

Yevir Linjarin

Yevir ist mittlerweile ein Vedek geworden und gehört sogar der Vedek-Versammlung an. Eine Begegnung mit Benjamin Sisko hat ihn zum Glauben geholfen und jetzt tut er sein möglichstes, um Bajor und seinen Bewohnern zu helfen. Er ist gut mit Kira befreundet.

Elias Vaughn

Vaughn ist bereits über 100 Jahre alt, aber noch fit wie ein Turnschuh. Er ist Commander bei Starfleet Intelligence, dem Geheimdienst der Sternenflotte. Er half unter anderem bei der Befreiung von Betazed im Dominion-Krieg und ist ein sehr guter Freund von Picard und Deanna Troi. Er ist der Vater von Prynn Tenmai, aber die beiden haben kein gutes Verhältnis.

Jean-Luc Picard

Jean-Luc Picard ist ein einer der besten Captains der Sternenflotte. Durch seine Erfahrung kommandiert er das Flaggschiff der Flotte, die Enterprise-E. Picard ist auch ein sehr guter Diplomat. Dank seiner Fähigkeiten konnte er bereits die Herausforderungen von Q, den Klingonen, den Borg und der Romulaner zu seinen Gunsten entscheiden.

„Offenbarung 1“ ist das erste Buch, was nach dem Ende der Serie spielt. Es ist damit der Auftakt zur achten Staffel in Buchform. Um das Buch richtig zu verstehen, sollte man die Serie „Deep Space Nine“ kennen. Ansonsten kann man Probleme bekommen, die Handlungen der einzelnen Charaktere zu verstehen. Aber auch für Serien-Neulinge gibt die Timeline im Buch viel Wissenswertes.

„Star Trek – The Next Generation“: 2364 – 2370
„Star Trek – Deep Space Nine“: 2369 – 2375
„Star Trek VII – Treffen der Generationen“: 2371
„Star Trek VIII – Der erste Kontakt“: 2373
„Star Trek IX – Der Aufstand“: 2375
„Star Trek – Offenbarung“: 2376 (beginnend drei Monate nach „Das, was du zurücklässt„)

Seite 271

»Sie setzte sich Kira gegenüber, und in ihrem Gesicht lag eine Trauer, die fast krankhaft wirkte. „Ich wäre die Erste, die ein bajoranisches Buch der Prophezeiungen als Mumpitz abtun würde – ungeachtet der Konsequenzen. Aber dieses Buch … Wer es auch schrieb, hatte Kontakt zu etwas Realem. Er wusste von dem großen Krieg, von B’hala und von der Besatzung. Er wusste sogar von den Gründern und dem Ergebnis des Dominion-Krieges. Und hier steht – zweifellos -, dass zehntausend Personen sterben müssen, bevor Kasidy Yates ihr Kind bekommt.“
Abermals schüttelte Kira den Kopf, doch innerlich drehte sich ihr der Magen um. In ihrem Kopf und ihrem Herzen herrschten Dunkelheit und Furcht. Sie schaute auf das Padd, das Buch, auf Ro, und schüttelte immer noch den Kopf. Mehr als alles andere wünschte sie sich, noch zu schlafen, zu träumen, und doch war ihr schmerzlich bewusst, wie wach sie war.
Eben noch war ihr Geist voller Frieden und Möglichkeiten gewesen. Nun nicht mehr. Kira fühlte sich, als können sie vielleicht nie mehr schlafen.«

HIER kann man die Timeline, den Prolog und Kapitel 1 als PDF lesen.

»… Schlachte kommen und gehen, und ein Zeitalter des Wartens bricht an, der Zeit zwischen zwei Atemzügen ähnlich, während der das Land heilt und seine Kinder aus dem Krieg zurückkehren. Der Tempel heißt viele willkommen, die Gläubigen wie die Auserwählten.
Und aus dem Tempel kehrt ein Herold zurück – nicht vergessen und doch in der Zeit verschollen; ein Sehe, dem die weisen Propheten singen, – wenn jene Zeit zu Ende geht. Er kommt, um der Geburt der Hoffnung beizuwohnen, des kindlichen Wegbereiters. Den Kindern des Landes schenkt der Herold ein neues Verständnis des Tempels. Geboren im Licht des Krieges, öffnet der Wegbereiter aus einer anderen Welt die Augen und blickt auf ein Zeitalter zunehmender Erkenntnis.
Doch sein Weg zu diesem Land liegt im Verborgenen, ist mühsam. Prophezeiungen sind enthüllt und versteckt. Das erste Kind, ein Sohn, betritt den Tempel allein. Mit dem Herold kehrt es zurück, und bald darauf wird der Wegbereiter geboren. Ein neuer Atemzug, und das Land erblüht in Wandel und Klarheit.»

»… mit der Ankunft des Herolds. Ein Neues Zeitalter für Bajor bricht an, wenn der außerweltliche Wegbereiter geboren wird – ein Zeit voller Wissen und Verständnis, mehr noch, als es die Kinder des Landes je gekannt haben. Der kindliche Wegbereiter wird der zweite Sohn des Abgesandten sein. Ihm singen die Weisen Propheten, und er wird in eine ihn liebende Welt geboren, eine Welt, die bereit zur Einigkeit ist. Vor der Geburt werden Zehntausend Kinder des Landes um seinetwillen sterben. So ist es vorgesehen und es soll nicht mit Verzweiflung betrachtet werden. Die meisten sterben freiwillig und werden im Tempel der Weisen Propheten willkommen sein.
Ohne dieses Opfer derer, die es erbringen wollen, wird der Wegbereiter nicht in eine Welt des Friedens geboren. Vielleicht wird er dann gar nicht geboren, das ist unklar. Zehntausend ist die Zahl, so ist es bestimmt. Zehntausend müssen sterben.«

Herold = Benjamin Sisko
der Sohn = Jake Sisko
der Wegbereiter = das Baby von Benjamin und Kasidy

Spoiler! – Lesen auf eigene Gefahr

Drei Monate nach dem Ende des Dominion-Krieges und dem Tod von Benjamin Sisko …

Jake Sisko, der Sohn des Captains, hilft mit bei der Ausgrabung der mysteriösen Stadt B’hala, für die sich sein Vater sehr engagiert hat. Seit neun Wochen ist Jake nun schon auf Bajor, aber immer wieder drängen sich die Gedanken an den plötzlichen Tod seines Vaters in die Arbeit. Er möchte am liebsten nicht daran denken, aber er erkennt, dass er sich seinen Gefühlen stellen muss. Dann erhält er von einer alten Bajoranerin eine Schriftrolle, die noch eine sehr große Bedeutung in seinem Leben spielen wird.

Für Colonel Kira beginnt der Tag mit einem Albtraum. Im Traum ist sie in der Zeit der cardassianischen Besatzung und erlebt grauenvolle Dinge. Doch inmitten dieses Chaos trifft sie den Abgesandten Benjamin Sisko. Aber bevor die beiden auch nur ein Wort miteinander wechseln können, wacht sie durch einen Notruf der Stationssicherheit auf. Es gab auf der Promenade einen tödlichen Zwischenfall und der neue Sicherheitschef der Station, Lieutenant Ro Laren, wünscht ihre Anwesenheit in der Autopsie. Dabei hat Kira mehr als genug um die Ohren, da die Station Mittelpunkt des cardassianischen Wiederaufbaus ist und sie hoffnungslos unterbesetzt sind. Bei den beiden Toten handelt es sich um bajoranische Zivilisten, das Opfer und der Täter. Das Opfer, eine Frau namens Istani Reyla, war mit Kira befreundet und ihr Tot trifft sie tief. Und wie es der Zufall so will, ist Istani genau die Frau, die Jake Sisko die Schriftrolle überreichte.

Direkt nach der Autopsie steht eine Vorsorgeuntersuchung für Kasidy Yates auf dem Plan von Julian Bashir. Kasidy wird von den Bajoraner wie eine Heilige behandelt, da sie die Witwe vom Abgesandten ist und sein ungeborenes Kind in sich trägt. Zu diesem Zeitpunkt ist sie im vierten Monat schwanger. Und obwohl Kasidy nach außen hin scheint, als ob sie sich mit dem Tot ihres Mannes arrangiert habe, sieht es in ihrem Inneren anders aus. Sie vermisst Benjamin sehr, doch sie hat sich geschworen, nie in der Öffentlichkeit zu weinen.

Auch Quark kämpft mit seinen eigenen Problemen. Er war nie besonders gut auf die Föderation zu sprechen gewesen, doch als seine Umsätze um glatte 15 % sinken, reicht es ihm so langsam aber sicher. Und als auch noch Ro Laren zu ihm kommt und Fragen über Istani Reyla stellt – mit ihrer bekannt liebenswürdigen Art – trifft er zwei Entscheidungen, die sein Leben verändern werden.

Thirishar ch’Thane, genannt Shar, steht vor einem fast unlösbaren Problem. Er, der neue Wissenschaftsoffizier der Raumstation, soll den Technikern zur Hand gehen und ihnen helfen, die Station wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei hat Shar zwei linke Hände, was die Technik betrifft. Und da er auch noch Doppelschichten schiebt, fühlt er sich nach einer Woche müde und ausgelaugt. Aber im neuen XO der Station, Commander Tiris Jast, hat er mehr oder weniger eine Seelenverwandte gefunden. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, zumal sich ihre beiden Spezies – er ist Andorianer, sie Bolianer – recht ähnlich sind, nicht nur durch die hellblaue Hautfarbe. Auch Kira findet in Tiris Jast eine verständnisvolle Vertrauensperson. Die beiden Frauen verstehen sich sehr gut und Commander Jast tut Kira sichtlich gut.

Die USS Aldebaran, ein Föderations-Raumschiff der Nebula-Klasse, wurde von Starfleet dazu „verdonnert“, auf Deep Space Nine aufzupassen, da sich diese wegen den vielen Reparaturarbeiten nicht selber verteidigen kann. Obwohl niemand, drei Monate nach dem Ende des Krieges, mit einem erneuten Angriff rechnet, ergreift Starfleet diese Vorsichtsmaßnahme. Und das soll sich als richtig herausstellen, denn unvermittelt öffnet sich das Wurmloch und drei Angriffsjäger der Jem’Hadar kommen in Kampfformation in den Alpha-Quadranten. Sie eröffnen sofort das Feuer auf die Aldebaran, die den Kampf nicht überlebt. Die Station muss dabei hilflos zusehen und wird anschließend selbst zum Ziel. Die Defiant bleibt somit die letzte Verteidigung für die Station. Das Schiff zieht nur mit einem Haufen Technikern an Bord und ohne nennenswerte Verteidigung in die Schlacht und das nächste Schiff ist 22 Minuten entfernt. Doch die Defiant hat Glück und kann einen der drei Angreifer außer Gefecht setzen. Allerdings revanchieren sich die Jem’Hadar und bei diesem Angriff kommt Commander Jast ums Leben. Nach dem Tot des Commanders ergreift Ezri Dax die Initiative und schafft es auch, einen zweiten Angreifer zu zerstören. Dabei wird allerdings auch die Defiant kampfunfähig geschossen. Ezri und Nog entwickeln daraufhin einen waghalsigen Plan und schaffen es tatsächlich, den dritten Angreifer zu vernichten, der kurz zuvor ein Gefecht mit einem vierten Jem’Hadar Angriffsjäger hatte, der die Station verteidigen wollte, aber zerstört wurde.

Am Tag nach dem Angriff treffen sich die sieben wichtigsten Vedeks, die religiösen Priester von Bajor, um zu entscheiden, die es nun weiter gehen soll. Der wichtigste Vedek, Shakaar, ist leider nicht anwesend, da er die Verhandlung führt, dass Bajor ein Mitglied der Föderation wird. Vedek Yevir Linjarin erklärt sich bereit, auf die Station zu reißen und weiter zu recherchieren. Es geht um die verstorbene Istani Reyla und eine geheimnisvolle Prophezeiung.

Nach dem Angriff ist auf der Station die Hölle los. Überall Trümmer, Risse in der Außenhülle und, und, und. Auch in der Krankenstation ist sehr viel los und obwohl Bashir durch den Dominion-Krieg einiges gewöhnt ist, geht ihn das alles sehr zu Herzen. Auch die Sicherheitschefin Ro Laren ist wegen einer Kopfverletzung auf der Krankenstation und wundert sich, warum auf einmal alle nett zu ihr sind. Ganz besonders Quark und sein Strauß Blumen. Über siebzig Tote gibt es zu beklagen. In einem Frachtraum der Station wird eine Trauerfeier abgehalten. Und während Kira in Ruhe den Gefallenen gedenkt – darunter viele Leute, die sie nur vom Namen her kannte – erreicht die Station ein Ruf von Admiral Ross, der über die Zukunft entscheiden wird. Starfleet hat entschieden, ein Kontingent von alliierten Schiffen in den Gamma-Quadranten zu schicken und die militärische Präsenz an der Station zu erhöhen. Und als ob das noch nicht genug wäre, entdeckt Shar dank seiner andorianischen Fähigkeiten einen getarnten Jem’Hadar auf DS9.

Seit drei Wochen ist die Enterprise-E, das Flaggschiff der Föderation, in den Badlands unterwegs, um diesen Raumbereich zu scannen. Das ist eine langwierige Aktion, da die Badlands von schweren Plasmastürmen heimgesucht werden. Dann entdeckt die Enterprise einen alten cardassianischen Frachter, der in schon seit etwa dreißig Jahren in den Badlands gefangen ist. Commander Vaughn und ein Außenteam der Enterprise untersuchen das Wrack und dem Leser wird schnell klar, dass es sich um genau den Frachter aus Kiras Albtraum handelt. Und kaum, dass das Außenteam den Frachter genauer identifiziert, erleben alle Teilnehmer dieser Mission an Bord des Frachters seltsame Tagträume. Manche erinnern sich an ihre Kindheit, wieder andere erleben schreckliche Momente neu. Sogar Data, der Androide, kann sich dem nicht entziehen. Auch die Enterprise kämpft mit Problemen. Das Schiff wurde von einer Welle getroffen, die zu einem Energiedefizit führte. Betroffen sind unter anderem die Kommunikation, der Traktorstrahl und der Transporter. Picard ergreift alle möglichen Maßnahmen, um das Außenteam zurück zu holen, denn der Frachter wird immer weiter abgetrieben und niemand vom Außenteam scheint das zu bemerken. Kurz bevor die Enterprise das Außenteam retten kann, entdeckt Vaughn einen geöffneten bajoranischen Drehkörper. Geistesgegenwärtig schnappt er ihn sich und nimmt ihn mit auf die Enterprise. Und Picard beschließt, den Drehkörper nach Deep Space Nine zu bringen – sobald die Enterprise wieder einsatzfähig ist.

Nach dem Angriff der Jem’Hadar gelingt Ro Laren endlich der entscheidende Durchbruch in ihren Ermittlungen im Mordfall Istani Reyla. Sie kann endlich den Zahlencode entschlossen, der auf dem Datenkristall gespeichert war, den die alte Frau bei Quark versteckt hatte. Es handelt sich um ein uraltes Buch in antiken Bajoranisch geschrieben. Sie beauftragt Shar mit der Übersetzung des Buches, was er – dank der Vorarbeit von Jadzia Dax – schnell und effizient erledigt. Was sie allerdings zu lesen bekommt, erschüttert nicht nur ihre Welt, sondern auch die von Kira in ihren Grundfesten.

Mit dem Shuttle, mit dem Vedek Yevir nach Deep Space Nine reist, fliegt auch Jake Sisko mit. Die Nachricht verbreitet sich schnell auf der Station und Quark überredet Kira, eine Party für ihn zu schmeißen, unter dem Vorwand, dass das gut für die Moral sei. Die Party wird von Allen auf der Station dankend willkommen geheißen – egal, ob Offizier oder Zivilist. Sie ist die perfekte Abwechslung von den letzten grauenvollen Tagen. Quark ist wie immer ein exzellenter Gastgeber. Doch Jake hat nicht vor, lange zu bleiben. Er macht mit Quark einen Deal und besorgt sich ein Shuttle. Offiziell will er zu seinem Großvater auf die Erde fliegen, aber eigentlich macht er einen Abstecher ins Wurmloch, um seiner Prophezeiung auf den Grund zu gehen.

An dieses Buch bin ich mit noch größeren Erwartungen herangegangen, als bei „Tod im Winter“. Ich habe sehnsüchtig auf die deutsche Ausgabe gewartet, da ich schon ein paar englische DS9 Bücher gelesen habe.

Schon im ersten Kapitel wird der Leser Zeuge davon, dass sich Kira und Ro nicht wirklich leiden können. Sie sind zwar beide Bajoraner und beide haben gegen die Cardassianer gekämpft – die Eine im Widerstand, die Andere im Maquis – aber trotzdem sind sie sich fremd. Sie arbeiten professionell zusammen, aber privat herrscht mehr oder weniger eine Eiszeit zwischen ihnen.

Im Gegensatz dazu steht Doktor Bashir. Ich habe in der Serie immer wieder darauf gewartet, dass sich er und Kira duzen oder zumindest mit dem Vornamen ansprechen, und jetzt endlich ist es soweit. YES! Im Fandom haben Julian und Kira schon immer Stoff für Fanfictions gegeben, nicht zuletzt, da die Schauspieler miteinander verheiratet waren.

Quark und Ro sind auch ein Kapitel für sich. Der Ferengi hatte in der Serie nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mehr als nur freundschaftlich an Kira interessiert war. Wie mir scheint, entwickelt er eine Vorliebe für Bajoranerinnen, denn auch Ro ist er nicht abgeneigt.

Shar ist herrlich. Er ist selbstironisch zu sich und ich mochte ihn auf Anhieb. Man erfährt auch recht viel über seine Spezies, die Andorianer. Mir war z. B. neu, dass Andorianer nur etwas die Hälfte an Schlaf benötigen als die Menschen. Als einer der neuen Charaktere auf der Station wird er von der Autorin detailreich und gefühlvoll geschrieben. Man erfährt nicht nur viel Wissenswertes über die Andorianer, sondern auch viel Persönliches über Shar.

Und auch Tiris Jast mochte ich sofort, auch wenn ich durch die Sekundärliteratur schon wusste, dass ich mich gar nicht erst mit ihr anfreunden sollte. Aber die Frau ist genial. Sie begleitet zwar einen hohen Posten, lässt sich den aber nicht anmerken, wenn es nicht sein muss. Sie ist für alle auf der Station eine Freundin und hat immer ein offenes Ohr. An ihr ist ein Counselor verloren gegangen.

Die ersten drei Kapitel geben einen wunderbaren Einblick in das Stationsleben nach dem Krieg. Und wie jetzt fast alles in Trümmern liegt. Die Station ist hoffnungslos unterbesetzt und alle haben einen Berg von Arbeit. Und trotzdem verlieren sie ihren Humor nicht. Der Dominion-Krieg war hart und lang und hat die Charaktere nachhaltig geprägt. Die Autorin greift geschickt viele Wesenszüge auf und macht die Charaktere unheimlich sympathisch.

Ezri Dax … Schon wenn ich nur an sie denke, stellen sich mit alle Nackenhaare auf. Nein, das hat nichts mit dem Buch zu tun, ich konnte sie schon in der Serie nicht leiden. Sie tauchte einfach auf und gut war. Boah … Die Frau ist ein Counselor (Therapeut) und hat das Feingefühl eines Presslufthammers. Eindeutig der falsche Job für dieses zarte Persönchen. Sie passt einfach nicht in die Serie und daran ändert das Buch auch nichts. Ganz im Gegenteil: Ich mag Ezri noch weniger. Und wenn ich sehe bzw. lese, wie sie mit Julian umgeht, würde ich sie am liebsten aus der Luftschleuse werfen.

Während des Angriffes der drei Jem’Hadar Angriffsjäger auf DS9 wechselt die Perspektive immer wieder zwischen der Station und der Defiant hin und her. Das hat die Autorin clever gelöst, denn so kommt noch mehr Spannung auf, als ohnehin schon. Dieser Angriff ist sehr interessant. Weil niemand auf die Idee gekommen ist, einen Horchposten auf der anderen Seite des Wurmloches zu errichten, trifft der Angriff die Station völlig überraschend. Unklar ist, ob die Aldebaran an der Station angedockt war oder sie umkreiste. Ich tippe mal auf angedockt, sonst hätten die drei Angriffsjäger sie nicht so schnell vernichten können. Auch seltsam ist der plötzlich auftauchende vierte Jäger. Er taucht einfach mal so auf, nachdem die Defiant zwei der drei Angreifer vernichten konnte. Und keiner weiß, wieso, warum und weshalb.

Ich finde es sehr interessant zu erfahren, wie es auf einer Vedek-Versammlung zu geht. Sie sind alle betont freundlich zueinander und keiner nimmt sich wichtiger als den anderen. Wenn es doch mal in unserer Regierung so wäre … Die Bajoraner waren mir schon immer sehr sympathisch gewesen. Sie haben während der cardassianischen Besatzung viel mitgemacht und trotzdem haben sie ihren Willen und ihren Glauben nie verloren. Das rechne ich ihnen hoch an.

Wie kann ein cardassianischer Frachter schon seit dreißig Jahren in den Badlands feststecken, ohne dass es jemand bemerkt hat? Ich finde das irgendwie seltsam. Es sind ständig Schiffe in und an den Badlands unterwegs, ich erinnere da z. B. an die Voyager oder die Schiffe des Maquis. Der Maquis ist ein erklärter Feind alles Cardassianischen und da der Maquis die Badlands immer als Unterschlupf benutzt hat, hätten sie sicher den Frachter entdeckt. Aber warum haben sie ihn nicht zerstört? Diese Frage bleibt ungeklärt.

Quark finde ich in diesem Buch mal wieder urkomisch. Er ist hoffnungslos in Ro Laren verknallt, und tritt zielsicher in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen. Es ist einfach zu süß, wie er versucht, ihre Gunst zu gewinnen – nicht nur, um sie ins Bett zu bekommen, sondern auch, damit er seinen nicht ganz legalen Geschäften nachgehen kann.

Richtig gut finde ich, dass die Autorin genau das richtige Maß zwischen „Deep Space Nine“ und „The Next Generation“ gefunden hat. Zwei Drittel des Buches spielen auf der Raumstation. Alles andere wäre auch schlimm, schließlich gehört „Offenbarung“ zu Serie DS9. Wie die Enterprise den Drehkörper gefunden hat und wie es das Außenteam beeinflusste ist auch sehr interessant. Nicht zuletzt, da Commander Elias Vaughn nach diesem Abenteuer der neue XO von DS9 wird.

Toll finde ich, dass die Autorin auch Vic Fontaine mit in die Geschichte einbezieht. Vic ist zwar „nur“ ein Hologramm, aber ein besonderes. Er ist ein guter Freund für die Bewohner der Station, vor allem, nachdem man Quark dazu verdonnert hat, sein Programm Tag und Nacht laufen zu lassen. Ich mochte Vic schon immer. Er hat das Talent, genau die richtigen Fragen zu stellen und er hat eine unglaubliche Menschenkenntnis.

Die Sternenflotte und eigentlich der ganze Quadrant hat Angst. Angst vor einem erneuten Krieg gegen das Dominion. Kein Wunder also, dass sich die Föderation, das Romulanische Sternenimperium und das Klingonische Reich wieder zusammen rotten und einen Präventivschlag planen. Aber mal ganz ehrlich, seit wann hat es der Föderation etwas gebracht, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen? Ich finde diese Wendung irgendwie nicht besonders förderlich. Aber gut, mal sehen, was Teil 2 bringt.

Kitana’klan, der Jem’Hadar … Mhm … Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich weiß aus einem der nachfolgenden Bände (Heyne hat 1 (!) Buch aus dem Relaunch veröffentlicht, ohne Sinn und Verstand), dass der Jem’Hadar, den Odo nach DS9 schickt, Taran’atar heißt und allein Kira gehorcht. Was hat das denn alles mit Kitana’klan zu schaffen? Momentan komme ich einfach nicht dahinter.

Und ganz zum Schluss wirft das Buch noch mehr Fragen auf, als es beantwortet. „Offenbarung 1“ ist einfach kein vollwertiges Buch, ohne den zweiten Teil. Es ist, als ob die Hälfte fehlt. Verdammt noch mal, was ist so schwer daran, die beiden Teile als ein Buch zu veröffentlichen?

Jakes innere Stimme machte ihn wütend. Wenn es unvermeidbar war, warum dann die Eile? Es war nicht so, als hätte er einen Zeitplan einzuhalten.

(Seite 28)

Quark: Verständlich also, dass er nicht gerade entzückt reagierte, als auf einmal Ro Laren in seine Bar spazierte. Mochte sie auch noch so anbetungswürdig sein, bei fünfzehn Prozent zogen sich selbst seine Ohrläppchen zusammen!

(Seite 51)

Quark: All den Geschichten nach zu urteilen, die vor ihrer (Ro Larens) Ankunft kursiert waren, hatte er erwartet, dass die neue Sicherheitschefin von DS9 ständig Wutanfälle haben, Föderationsbesitz entwenden und Leute erschießen würde – doch bisher erwies sie sich als Enttäuschung.

(Seite 52)

Shar: Jeder, der über Ingenieurserfahrung verfügte, musste ran. ‚Auch Wissenschaftsoffizier Ensign Thirishar ch’Thane, und wenn das nicht verzweifelt ist, weiß ich’s auch nicht.‘

(Seite 59)

Jast: „Was habe ich Ihnen über doppelte Arbeit gesagt?“
Shar: „Das ich noch gefriergetrocknet werde, sofern ich nicht gelegentlich in mein Quartier zurückkehre, Sir.“

(Seite 60)

Auszubildende – mit ihrer eifrigen Pflichtbesessenheit machten sie ihren Vorgesetzten manchmal schwer, ihnen nicht anerkennend den Kopf zu tätscheln.

(Seite 66)

Kira wurde schlecht, doch sie schob das Gefühl beiseite. Sie betete, dass die Dinge nicht so waren, wie sie befürchtete – aber sie rechnete damit, dass sie sogar noch schlimmer waren.

(Seite 71)

Dax: Nie mehr sollten cardassianische und Föderationstechnik notdürftig zusammengewerkelt werden und nur so lange halten, wie sie unbedingt mussten.

(Seite 74)

Für ein paar Sekunden rührte Quark sich nicht vom Fleck und wartete darauf, dass sich die Station um ihn herum in einem Ball aus Flammen auflöste. Doch außer seinem Magen, der eine ernste Auseinandersetzung mit seinem Frühstück begonnen haben musste, schien nichts in Unordnung geraten zu sein.

(Seite 96)

Kira: ‚Wie wundervoll, jetzt werde ich auch noch paranoid.‘ Noch ein Eintrag auf ihrer Liste potenzieller Auslöser eines Nervenzusammenbruchs.

(Seite 164)

Quark: Es war altbekannt, dass die Liebe Männer zu Idioten machte – und dem Großen Fluss sei Dank dafür, denn diese verliebten Idioten liebten es, Geld auszugeben.

(Seite 175)

Julian (zu Ezri): „Hab’s kapiert. Warum bringst du nächstes Mal nicht Tobin mit? Mal sehen, wie er sich fühlt. Oder Lela, oder Curzon.“

(Seite 183)

Nog: „Sie sind auf Seite 256 eines Briefes? Wer schreibt so was?“
Julian: „Garak.“

(Seite 199)

Jake: „Verrätst du mir, ob das da drin mein Bruder oder meine Schwester ist?“
Kasidy: „Keine Chance. Das wird eine Überraschung für uns alle, das weißt du. Julian brauchst du gar nicht zu fragen, der hat Schweigepflicht.“
Jake: „Na klar. Ich wette, ich kann es auch ihm herausbekommen.“

(Seite 233)

Julian: „Es ist kurz, Ezri. Damit kann man nicht viel machen.“
Ezri: „Sagst du. Aber ich werde es grün und violett färben und abstehen lassen wie die Zinken einer Gabel.“

(Seite 248)

Jake (zu Quark): „Wissen Sie noch wie Jadzia immer beim Tongo gewann. Den Großteil ihres Gewinns hat sie an den Wochenenden wieder verloren. Beim Wrestling gegen meinen Vater.“

(Seite 255)

Nog: „Ich vermisse dich, Jake.“
Jake: „Ich vermisse dich auch. Also, küsst du mich jetzt, oder was?“
Nog: „Das hättest du wohl gerne, Menschlein.“

(Seite 260)

Kira: „Wehe, die Station steht nicht in Flammen.“

(Seite 269)

Neben dem eigentlichen Roman gibt es, in bester Cross Cult Manier, auch wieder einige Extras:

Lineare Zeit
Direkt vor dem Roman findet man auf 13 Seiten die Timeline der DS9 Hauptcharaktere bis zum Ende der Serie im Jahr 2375.

Über den Rand des Universums
Dieses Extra gibt einen Überblick über den Dominion-Krieg, beginnend mit den Ursachen über den Kriegsverlauf bis zum Ende, zur Nachkriegsphase und der Einordnung.

Das Buch ist einfach genial! Schon in den ersten drei Kapiteln habe ich mich besser amüsiert als im ganzen „Tod im Winter“. Die Story ist mitreißend und der Schreibstil verleitet dazu, dass Buch in einem Rutsch zu lesen. Es ist in der Tat ein mutiger Neuanfang einer grandiosen Serie. Und „Offenbarung 1“ macht unheimlich viel Lust auf das, was noch kommt. Nur das viel zu plötzliche Ende versetzt dem Buch einen gehörigen Dämpfer.

Deswegen bekommt das Buch (von 5 möglichen Punkten) folgende Bewertung von mir:

PRO:

  • DS9-Relaunch
  • Schreibstil der Autorin
  • Humor und Action geben sich die Klinke in die Hand
  • Informationen zu den Bajoranern
  • Wiedersehen mit alten Freunden
  • Bekanntschaft mit neuen Freunden

KONTRA:

  • ein paar ungeklärte Fragen
  • kaum Fehler in der Handlung und der Logik
  • nicht vollständig ohne Band 2
  • viel zu plötzliches Ende

4 Gedanken zu “Es kann nur noch besser werden …

  1. C schreibt:

    Deine Vorliebe für „DS09“ hat nicht REIN zufällig etwas mit einem gewissen britischen Arzt mit einem unaussprechlichen Mittelnamen zu tun, oder? ^^

  2. artphilia schreibt:

    Ja, Offenbarung hatte ich auch unheimlich gern gelesen. Ich hab mir von dem Relaunch grundsätzlich viel erwartet, da er von vielen Leuten, deren Urteil ich eigentlich vertrauen kann – oder ich dachte es zumindest – hochgelobt wurde. Insbesondere wurde Commander Vaughn gelobt, der angeblich eine düstere Vergangenheit hat. Fakt ist, er hat es einfach in seiner Familie versaut. Ansonsten ist er stink normal, wenn auch clever. Aber in Anbetracht seines Alters muss er ja zwangsläufig eine gewisse Lebenserfahrung aufweisen. Intelligenter als Picard ist er aber nicht und noch dazu, obgleich seines hohen Alters von ÜBER 100 Jahren NUR ein Commander? *lol* Und dann hat er eine junge Tochter, die ca Mitte 20 ist? Na danke für das Kopfkino.^^ Nee, also Vaughn und Ezri sind zwei Charaktere, die ich einfach durch den gesamten Relaunch zunehmend weniger leiden kann.

    Wie Ezri in Offenbarung mit Julian umgeht und auch danach, könnte aus der Feder eines Ezri-Hassers stammen. Ich fand sie in der Serie eigentlich recht einfühlsam. Sie brachte die unschuldige Naivität zurück nach DS9, die durch den Krieg vollkommen verloren gegangen war. Besonders gut ersetzte sie IMHO Julians unbeschwerte Naivität und so fand ich es letztlich nicht soooo schlimm, dass er sich in sie verliebte. Es passte irgendwie, auch wenn ich denke, dass er sich durch Ezri etwas von Jadzia erhoffte, die ja seine große Liebe war – wenn auch unerfüllt.

    Alles in allem fand ich Offenbarung als Auftakt klasse. Die ganze Storyline um Bajor finde ich im gesamten Relaunch sehr stimmig.🙂

    Machst du dir eigentlich Notizen während du ein Buch liest oder merkst du dir all die Details so? Das erstaunt mich bei deinen Reviews immer wieder. So ausführlich werden meine nie.^^

    • Choga Ramirez schreibt:

      Warum Vaughn nur Commander ist, wird irgendwo in der Sekundärliteratur erwähnt. Da er ja hauptsächlich für Starfleet Intelligence arbeitet ist es am besten, wenn er einen niedrigen Rang gekleidet – auch wenn Commander nun nicht unbedingt niedrig ist.😉
      Also ich mag Vaughn. Ich stelle ihn mir immer mit einer Tasse Tee auf der OPS vor, während rum um ihn Chaos herrscht und er die Ruhe selbst ist.😀
      Das Thema Ezri führe ich jetzt nicht näher aus. Ich glaube, du kennst meine Meinung ihr gegenüber.😉 Ich war so froh, als ich „Worlds of DS9“ gelesen habe.😀
      Ja, ich mache mir immer Notizen während des Lesens. Sonst müsste ich das Buch ja zweimal lesen, weil man am Ende des Buches so viel vergisst.😉

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